MINT.2011-06-30

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30.06.2011 - Arbeitstreffen MINT-Netzwerk

1. Bericht und Austausch über die Gründungsveranstaltung der Zukunftsakademie am 23.06.2011. Insbesondere wird noch einmal über das Verhältnis von MINT-Bildung und Umweltbildung gesprochen, das in der Vorbereitungsgruppe der Zukunftsakademie mehrfach zwischen Herrn Gräbe und Frau Körner kontrovers diskutiert wurde. Herr Gräbe erläutert dazu sein Zwei-Säulen-Konzept, in dem MINT-Bildung als Methodenkompetenz und Umweltbildung als Wirkungskompetenz zwei Facetten einer "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausmachen. Dagegen wird eingewendet, dass eine solche Trennung nicht möglich sei, und auch jede konkrete Arbeit im Umweltbereich ohne MINT nicht auskomme und damit letztlich MINT-Bildung sei. Umweltbildung sei damit eigentlich nur ein Teil von MINT-Bildung. Herr Gräbe entgegnet, dass eine solche Argumentation eine Umkehrung der Argumentation aus dem Netzwerk Umweltbildung sei, für die MINT-Bildung ein Teil von Umweltbildung ist. Der integrative Charakter von "Bildung für nachhaltige Entwicklung" steht außer Frage, zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre es aber gut, wenn sich beide Sichten entfalten könnten und über die Interaktion im Zuge praktischer Projekte weiter diskutiert würde. Mit Blick auf das noch zu untersetzende praktische Selbstverständnis der Zukunftsakademie stehen solche Diskussionen sowieso ins Haus.

Frau Stejskal berichtet über den Stand der Konstituierung des Vorstands der Zukunftsakademie. Frau Wieland wird im Namen der HfTL offiziell in der Zukunftsakademie mitarbeiten.

2. Herr Gräbe stellt das Projekt einer Analyse der Angebote Leipziger Vereine (ZAK-Datenprojekt) vor, die für eine Zukunftsakademie relevant sind. Diese Aktivitäten werden nun im Projekt LD.LeipzigData weitergeführt

Frau Metschies berichtet, dass aus der Gruppe "Lernen vor Ort" bis Mitte September zwei Broschüren über einschlägige Angebote vorgelegt werden sollen, eine über Angebote im Bereich MINT-Bildung (V: Metschies), eine weitere über Angebote im Bereich Umweltbildung (V: Leser). Dazu werden aktuelle Informationen von den Vereinen per Fragebogen bis 31.7. erhoben. Die Entscheidung über zwei Broschüren wurde vor allem deshalb getroffen, weil im Bereich Umweltbildung bereits etablierte Strukturen mit eigenen Informationskanälen existieren und deshalb die Gefahr gesehen wurde, dass das MINT-Thema sonst zu kurz käme. Eine Vernetzung der Datenerfassung mit dem ZAK-Datenprojekt ist wünschenswert, wobei Details noch zu klären sind. Die Fragebogenstruktur ist prinzipiell abbildbar und für einzelne Vereine auch schon prototypisch eingepflegt. Herr Gräbe zeigt außerdem, wie die öffentlich verfügbaren Informationen über Förderung von Vereinen aus dem Jugendhilfeetat 2011 in die ZAK-Datensammlung integriert worden sind.

Es wird diskutiert, wie eine solche Datensammlung qualifiziert, über welche Kommunikationsprozesse der Nutzen einer solchen Datensammlung nach außen vermittelt sowie weiterer praktischer Sachverstand in die Arbeit einbezogen werden kann. Neben dem technischen Aufbau der Sammlung, wie durch Herrn Gräbe vorangetrieben, muss intensiver mit den Zielgruppen gearbeitet sowie eine praktische Strategie der nachhaltigen Etablierung entwickelt werden. Hierum wollen sich Frau Hamel und Frau Wieland stärker kümmern. Insgesamt betrachten die Anwesenden dieses Projekt als einen wichtigen eigenen Beitrag des MINT-Netzwerks für die Zukunftsakademie.

Das nächste Arbeitstreffen findet am 24.08.2011 um 9 Uhr im Raum L.115 der HfTL statt.

Hans-Gert Gräbe, 2.7.2011