MINT.Aktionsplan-19

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MINT Aktionsplan der Bundesregierung

Aktueller Stand

Die genauen Ausschreibungsdetails werden im Laufe des September 2019 erwartet, nach den bisherigen Aussagen richtet sich der Förderschwerpunkt sowohl auf die Stärkung bestehender MINT-Regionen als auch das Schließen "weißer Flecke". Die spezifische sächsische Situation mit einem starken und über viele Jahre stabil arbeitenden Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke, der allerdings kaum die Unterstützung und Würdigung durch die Landespolitik erfährt wie etwa das ZDI-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen oder der nach LJBW-Vorbild gegründete Landesverband natec in Baden-Württemberg, würde nahe legen, aus den bestehenden Strukturen ein landesweites MINT-Netzwerk zu knüpfen. Dies würde aber einerseits mit den Bemühungen kollidieren, ein solches Netzwerk für ganz Mitteldeutschland zu knüpfen und kann nach den bisherigen Signalen auch nicht mit einer Förderung im Rahmen dieser Ausschreibung rechnen.

  • Nachtrag vom MINT-Barcamp der Körberstiftung 20.09.2019:
    • Die Ausschreibung ist nun für Anfang Oktober avisiert.
    • Es sollen bundesweit 30..40 Cluster über 3 Jahre mit insgesamt 300.000 bis 1 Mio Euro pro Cluster gefördert werden.
    • Es wird dazu vom 11.-22. November 2019 mehrere Regionalkonferenzen des BMBF für potenzielle Antragsteller geben. Im Gespräch sind Hamburg, Bonn, Augsburg und ein Ort in Sachsen-Anhalt.

Auf der LJBW-Fachtagung am 30.08.2019 in Dresden wurde vereinbart, dass die sich abzeichnenden Bewerbungen der drei sächsischen MINT-Regionen

  • MINT-Region Leipzig (Koordinierung: Frau Dr. Träger-Nestler, VDI-Garage)
    • Über die Einbindung der Leipziger Zukunftsakademie sowie des Leipziger Netzwerks der MINT-Botschafter ist noch zu befinden.
    • HGG, 27.09.2019: Das Thema wurde auf dem Netzwerktreffen am 24.09.2019 genauer besprochen. Anika Schreyer (VDI-Garage) erläuterte, dass der Antrag mit Unterstützun des VDI erstellt wurde und im Prinzip fertig sei, andere Akteure sich aber gern aktiv anschließen könnten. Zum Antragsdesign wie auch zu den bisher gewonnenen Partnern wurde nichts weiter bekannt. Aus anderer Quelle war zu hören, dass die Region des Antrags Leipzig, Halle und Thüringen umfasse. Dr. Sven Günther, STIFT Thüringen, konnte am Rande des MINT-Barcamps 2019 dazu aber keine weitere Aussage treffen als dass Thüringen selbst Anträge vorbereite. Auch ist unklar, in welchem Umfang mit dem Antrag der Ansatz einer "MINT- und BNE-Region Leipzig" weiter verfolgt wird, der zuletzt auch auf der MINT-Bundesebene Beachtung gefunden hat. Der Vorstand der Zukunftsakademie als Repräsentant dieses Ansatzes ist jedenfalls ebenfalls nicht in die Antragsgestaltung einbezogen worden. Auch ist aktuell noch unklar, wie die Inspirata einbezogen wird, die sich selbst als Ort des "Experimentierens und Forschens an der Schnittstelle zwischen BNE und MINT" (Zitat auf der Schautafel der Inspirata in der aktuellen BNE-Ausstellung Land Sachsen) versteht.
  • MINT-Region Chemnitz/Zwickau (Koordinierung: Bastian Deinert, Solaris Förderzentrum)
  • MINT-Region Dresden (Koordinierung: Steve Federow, Silicon Saxony)

durch den LJBW koordiniert werden sollen, um Konkurrenzsituationen im Vorfeld zu vermeiden und Synergien zu heben.

Antje Krauße (LJBW) schreibt am 17.09.2019:

Ich möchte Sie herzlich zur Konferenz: Clusterbildung in Sachsen für den MINT-Aktionsplan am 30.10.2019 im Sächsischen Staatsministerium für Kultus einladen. Die Veranstaltung wird von 9.30 bis 16.30 Uhr stattfinden und knüpft an den Fachtag "MI(N)Teinander" vom 30.08.19 an. Wir haben bereits Rückmeldungen zur Clusterbildung aus Dresden, Leipzig und Chemnitz erhalten. Die Konferenz soll dazu genutzt werden, gemeinsam und miteinander in die Antragstellung zu gehen.

Hintergrund

Auf der LJBW-Fachtagung "MINTEinander" am 30. August 2019 in Dresden stellte Dr. Stephanie Kowitz-Harms (SKH) von der Körber-Stiftung in ihrem Beitrag "Regionale Vernetzung in der MINT-Bildung. MINT-Regionen, regionale Cluster und der MINT-Aktionsplan des BMBF" eben jenen MINT-Aktionsplan vor.

Am 13.02.2019 hieß es dazu aus dem BMBF

Noch immer gibt es zu wenig Nachwuchs in Fächern wie Mathematik oder Informatik. Bundesbildungsministerin Karliczek will das mit einer neuen Initiative ändern. Dafür gibt das BMBF 55 Millionen Euro aus. (Quelle)

Klare Konturen waren damals noch nicht zu erkennen, jedoch wurden zwei Schwerpunkte bereits sichtbar:

  • Stärkere Förderung der 10 bis 16-Jährigen durch regelmäßig stattfindende, betreute Angebote in der MINT-Bildung.
  • Aufbau einer einheitlichen onlinegestützten, bundesweiten MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle als virtueller Marktplatz für Vernetzungs- und Transferaktivitäten, über die man sich verlässlich über die vielfältigen MINT-Initiativen informieren kann.

Die aktuellste Aussage zum geplanten Fördergegenstand (Quelle) sieht vier Förderbereiche vor:

  • Aufbau einer MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle,
  • MINT-Angebote für Jungendliche
  • Forschung zur MINT-Bildung (Wirkungsforschung - dies nach Aussage von SKH aber kein dringlicher Schwerpunkt)
  • Eingebettet werden diese Maßnahmen in ein MINT-Kommunikationskonzept.

Der komplette MINT-Aktionsplan (Stand Februar 2019, unveränderter Nachdruck vom Juli 2019). Dort sind die folgenden vier Handlungsfelder definiert:

  • Handlungsfeld 1: MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche
  • Handlungsfeld 2: MINT-Fachkräfte
  • Handlungsfeld 3: Chancen von Mädchen und Frauen in MINT
  • Handlungsfeld 4: MINT in der Gesellschaft

Lokale Kopie der Version des MINT-Aktionsplans vom Februar 2019.

Es ist geplant, pro Cluster ca. 500.000 Euro Personal- und Sachmittel auszureichen, ausschließlich für Strukturförderung, nicht für Projektförderung. Im Vortrag von SKH wurden folgende Kriterien für ein erfolgreich beantragendes Cluster genannt:

  • Akteure vor Ort schließen sich zusammen.
  • Stabiles Netzwerk bilden.
  • Partner entwickeln gemeinsame Ziele.
  • Es gibt einen zentralen Ansprechpartner (mindestens eine halbe Stelle für die Koordinierung).
  • Gemeinsam wird die MINT-Kette geschlossen.