MINT.Aktionsplan-19

Aus LeipzigWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Home MINT

MINT Aktionsplan der Bundesregierung

Aktueller Stand

Der Förderschwerpunkt richtet sich sowohl auf die Stärkung bestehender MINT-Regionen als auch das Schließen "weißer Flecke". Die spezifische sächsische Situation mit einem starken und über viele Jahre stabil arbeitenden Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke, der allerdings kaum die Unterstützung und Würdigung durch die Landespolitik erfährt wie etwa das ZDI-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen oder der nach LJBW-Vorbild gegründete Landesverband natec in Baden-Württemberg, würde nahe legen, aus den bestehenden Strukturen ein landesweites MINT-Netzwerk zu knüpfen. Dies würde aber einerseits mit den Bemühungen kollidieren, ein solches Netzwerk für ganz Mitteldeutschland zu knüpfen und kann nach den bisherigen Signalen auch nicht mit einer Förderung im Rahmen dieser Ausschreibung rechnen. Diese Idee wird auch vom LJBW nicht weiter verfolgt.

  • Nachtrag vom MINT-Barcamp der Körberstiftung 20.09.2019:
    • Es sollen bundesweit 30..40 Cluster über 3 Jahre mit insgesamt 300.000 bis 1 Mio Euro pro Cluster gefördert werden.
    • Dazu gab es im November 2019 mehrere Regionalkonferenzen des BMBF für potenzielle Antragsteller: 20.11. Hamburg, 22.11. Bonn, 29.11. Halle (Saale), 02.12. Augsburg

Auf der LJBW-Fachtagung am 30.08.2019 in Dresden wurde vereinbart, dass die sich abzeichnenden Bewerbungen der drei sächsischen MINT-Regionen

  • MINT-Region Leipzig (Koordinierung: Frau Dr. Träger-Nestler, VDI-Garage)
    • HGG, 27.09.2019: Das Thema wurde auf dem Netzwerktreffen am 24.09.2019 genauer besprochen. Anika Schreyer (VDI-Garage) erläuterte, dass der Antrag mit Unterstützun des VDI erstellt wurde und im Prinzip fertig sei, andere Akteure sich aber gern aktiv anschließen könnten. Zum Antragsdesign wie auch zu den bisher gewonnenen Partnern wurde nichts weiter bekannt. Aus anderer Quelle war zu hören, dass die Region des Antrags Leipzig, Halle und Thüringen umfasse. Dr. Sven Günther, STIFT Thüringen, konnte am Rande des MINT-Barcamps 2019 dazu aber keine weitere Aussage treffen als dass Thüringen selbst Anträge vorbereite. Auch ist unklar, in welchem Umfang mit dem Antrag der Ansatz einer "MINT- und BNE-Region Leipzig" weiter verfolgt wird, der zuletzt auch auf der MINT-Bundesebene Beachtung gefunden hat. Der Vorstand der Zukunftsakademie als Repräsentant dieses Ansatzes ist jedenfalls ebenfalls nicht in die Antragsgestaltung einbezogen worden. Auch ist aktuell noch unklar, wie die Inspirata einbezogen wird, die sich selbst als Ort des "Experimentierens und Forschens an der Schnittstelle zwischen BNE und MINT" (Zitat auf der Schautafel der Inspirata in der aktuellen BNE-Ausstellung Land Sachsen) versteht.
    • In Leipzig wurde ein Antrag eingereicht, der gemeinsam von der VDI-Garage und der Inspirata formuliert wurde.
  • MINT-Region Chemnitz/Zwickau (Koordinierung: Bastian Deinert, Solaris Förderzentrum)
  • MINT-Region Dresden (Koordinierung: Steve Federow, Silicon Saxony)

durch den LJBW koordiniert werden sollen, um Konkurrenzsituationen im Vorfeld zu vermeiden und Synergien zu heben.

Am 30.10.2019 fand im Sächsischen Staatsministerium für Kultus auf Initiative des LJBW eine

Konferenz: Clusterbildung in Sachsen für den MINT-Aktionsplan
  • Antje Krauße (LJBW) schrieb im Vorfeld: Wir haben bereits Rückmeldungen zur Clusterbildung aus Dresden, Leipzig und Chemnitz erhalten. Die Konferenz soll dazu genutzt werden, gemeinsam und miteinander in die Antragstellung zu gehen.
  • Die Beratung fand zu einem Zeitpunkt statt, als die Ausschreibung noch nicht veröffentlicht war. Nach Berichten von Teilnehmern sind Anträge in Chemnitz, Dresden sowie einer oder zwei Anträge in Ostsachsen (Görlitz, Zittau) in Vorbereitung. In Leipzig wird ein Antrag unter Führung der VDI-Garage erarbeitet.

Weitere Informationen:

  • Ein Bericht zum MINT-Regionentreffen der Körberstiftung am 25.11.2019 in Berlin im Archiv der Liste mint-leipzig.
  • Ein Bericht von der Beratung der PG MINT Mitteldeutschland am 08.01.2020 in Leipzig.

LJBW Newsletter März 2020

Nach den LJBW -Fachtagungen im Spätsommer und Herbst 2019 zu diesem Thema wurde im November endlich die Ausschreibung des BMBF zum MINT-Aktionsplan bzw. zur Förderung regionaler Cluster für die MINT-Bildung von Jugendlichen veröffentlicht. Die Deadline zur Einreichung erster Projektskizzen von Verbünden lief am 2. März 2020 ab. Es haben sich mehrere sächsische Cluster innerhalb und außerhalb unserer Mitgliedschaft darum beworben. Aktuell erwarten sie ein positives Feedback, um in die zweite Stufe der Antragstellung einsteigen zu können. Die ersten 15-20 Cluster sollen bundesweit bereits in diesem Jahr ihre Arbeit aufnehmen, gefolgt von weiteren 20-25 Clustern.

Ausschreibung

Stephanie Kowitz-Harms (Körberstiftung) schreibt am 12.11.2019

Lange haben wir sie erwartet, nun ist sie endlich da: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat gestern die Richtlinie zur Förderung regionaler Cluster für die MINT-Bildung von Jugendlichen veröffentlicht. Sowohl bestehende MINT-Netzwerke als auch neue Akteure sind aufgerufen, sich bis zum 2. März 2020 zu bewerben.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF folgenden Projektträger beauftragt:

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“
Steinplatz 1, 10623 Berlin
E-Mail: MINT-bildung@vdivde-it.de

Auf vier Informationsveranstaltungen bietet das BMBF die Möglichkeit zur persönlichen Förderberatung: Informationsseite des BMBF.

Hintergrund

Auf der LJBW-Fachtagung "MINTEinander" am 30. August 2019 in Dresden stellte Dr. Stephanie Kowitz-Harms (SKH) von der Körber-Stiftung in ihrem Beitrag "Regionale Vernetzung in der MINT-Bildung. MINT-Regionen, regionale Cluster und der MINT-Aktionsplan des BMBF" eben jenen MINT-Aktionsplan vor.

Am 13.02.2019 hieß es dazu aus dem BMBF

Noch immer gibt es zu wenig Nachwuchs in Fächern wie Mathematik oder Informatik. Bundesbildungsministerin Karliczek will das mit einer neuen Initiative ändern. Dafür gibt das BMBF 55 Millionen Euro aus. (Quelle)

Klare Konturen waren damals noch nicht zu erkennen, jedoch wurden zwei Schwerpunkte bereits sichtbar:

  • Stärkere Förderung der 10 bis 16-Jährigen durch regelmäßig stattfindende, betreute Angebote in der MINT-Bildung.
  • Aufbau einer einheitlichen onlinegestützten, bundesweiten MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle als virtueller Marktplatz für Vernetzungs- und Transferaktivitäten, über die man sich verlässlich über die vielfältigen MINT-Initiativen informieren kann.

Die aktuellste Aussage zum geplanten Fördergegenstand (Quelle) sieht vier Förderbereiche vor:

  • Aufbau einer MINT-E-Plattform und Vernetzungsstelle,
  • MINT-Angebote für Jungendliche
  • Forschung zur MINT-Bildung (Wirkungsforschung - dies nach Aussage von SKH aber kein dringlicher Schwerpunkt)
  • Eingebettet werden diese Maßnahmen in ein MINT-Kommunikationskonzept.

Der komplette MINT-Aktionsplan (Stand Februar 2019, unveränderter Nachdruck vom Juli 2019). Dort sind die folgenden vier Handlungsfelder definiert:

  • Handlungsfeld 1: MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche
  • Handlungsfeld 2: MINT-Fachkräfte
  • Handlungsfeld 3: Chancen von Mädchen und Frauen in MINT
  • Handlungsfeld 4: MINT in der Gesellschaft

Lokale Kopie der Version des MINT-Aktionsplans vom Februar 2019.

Es ist geplant, pro Cluster ca. 500.000 Euro Personal- und Sachmittel auszureichen, ausschließlich für Strukturförderung, nicht für Projektförderung. Im Vortrag von SKH wurden folgende Kriterien für ein erfolgreich beantragendes Cluster genannt:

  • Akteure vor Ort schließen sich zusammen.
  • Stabiles Netzwerk bilden.
  • Partner entwickeln gemeinsame Ziele.
  • Es gibt einen zentralen Ansprechpartner (mindestens eine halbe Stelle für die Koordinierung).
  • Gemeinsam wird die MINT-Kette geschlossen.