Attac.DenkTankStelle.2013-01-07

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DenkTankStelle von Attac-Leipzig

Thema: Recht auf Faulheit vs. "homo oeconomicus"
Ort und Zeit: Mo, 07. Januar 2013, 19 Uhr im Café Grundmann

Ankündigung

Zu beiden Begriffen lässt sich zum Einstieg Geeignetes schon bei Wikipedia finden. Die DTS wird sich also wieder einmal zwischen dem provokativen "Recht auf Faulheit" und einem "Recht auf Arbeit" oder "Pflicht zur Leistung" bewegen. Schön wär's, wenn sich einer oder eine sein Recht auf Faulheit verkneift und einen kleinen Input erarbeitet. Wenn nicht, ist das auch nicht so schlimm, jeder schleppt genug Stoff dazu mit sich herum. Und wie immer geht es uns in den zwei Stunden nicht so sehr um die politischen Aspekte, sondern mehr um die philosophisch-kulturellen. Auf zahlreiche Teilnehmer hofft

Hannes Schroth
selbsternannter aber jederzeit steuer- und absetzbarer Moderator

Anmerkungen vorab

a) Ein paar Gedanken kamen mir beim Vorbereiten eines Beitrags zum Buch "Irrweg Grundeinkommen". Die große Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden, von Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker, Volker Meinhardt, Dieter Vesper. Liebe (BGE-)Linken i.w.S. nehmt die Menschen bitte so wie sie sind, nicht wie ihr sie erträumt.

b) Ist der Homo oeconomicus nicht schon seit geraumer Zeit tot. Oder?

  • http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-05/wirtschaftswissenschaften
  • http://www.zeit.de/2011/11/Arbeit-Motivation
  • Zitat: "Das hinter ihnen stehende Modell des egoistischen Homo oeconomicus, der nur darauf aus ist, seinen Nutzen zu maximieren, muss einer radikalen Kritik unterzogen und entzaubert werden. Dieses Modell ist nämlich im griechischen Sinne »idiotisch«. Es überträgt eine Logik des Verhaltens, die für den Bereich des Arbeitens und Herstellens angebracht sein mag, in die Welt des öffentlichen politischen Handelns, in der sie nichts zu suchen hat. Überall da, wo Leute ernsthaft miteinander reden, wo ihre Worte nicht nur leeres Gerede sind, ist das Modell des »ökonomischen Menschen« unangebracht." (Quelle)

Nur drei (ZEIT) Beispiele ... von vielen weiteren.

c) aus der IG Metall Ecke ein Satz - 2011 o. 2012 gelesen:

"Wenn in den 40 Jahren seit der Einführung der 40 h Woche nur die Hälfte der Arbeitsproduktivitätssteigerung auf die Verkürzung der Arbeitszeit verwandt worden wäre, hätten wir schon die 20 h Woche."

Genug Zeit um auch mal faul zu sein bzw. um Frigga Haugs Modell der Vier-in-einem-Perspektive zu folgen.

Wünsche Euch viel Spass und Erkenntnisgewinn!

Attactive Gruesse!

Jens, 6.1.2013